Das Verwundbarkeits-Mythos, der Millionen kostet
Unternehmenssicherheitsteams stehen vor einer kritischen Priorisierungsherausforderung statt vor einer Überflutung an Schwachstellen, da lediglich fünf bis zehn 'Brand'-Schwachstellen typischerweise die Mehrheit der Sicherheitsvorfälle verursachen. Die verteidigungsfähigste Position für einen CISO besteht darin nachzuweisen, dass alle bekannten hochgradig risikobehafteten Bedrohungen vor Eintritt eines Vorfalls behoben wurden, selbst wenn der spezifische Exploit neuartig war. Dieser Ansatz verschiebt die Erzählung vom Versagen hin zur gebotenen Sorgfaltspflicht und stellt sicher, dass finanzielle Verluste durch derartige seltene Ereignisse durch Versicherungen abgedeckt sind. Organisationen müssen aufhören, jede einzelne Schwachstelle zu verfolgen, und sich stattdessen auf die Eliminierung jener kleinen Menge an Schwachstellen konzentrieren, die tatsächlichen Schaden verursachen.
Tengu-Botnet startet kompromittierte Linux-Geräte neu, wenn Verteidiger seinen Prozess beenden
Der Tengu-Botnet, eine von Mirai abgeleitete Bedrohung, nutzt auf einzigartige Weise Linux-Hardware-Watchdogs, um ein Neustarten der Geräte zu erzwingen, wenn Verteidiger seinen Hauptprozess beenden, wodurch sekundäre Persistenzmechanismen den Malware erneut starten können. Nozomi Networks Labs hat diese Selbstverteidigungsfähigkeit sowie die Unterstützung von 25 DDoS-Methoden, SOCKS5-Proxying und Multi-Architektur-Payloads für i386-, amd64-, MIPS-, ARM-, PowerPC- und m68k-Systeme identifiziert. Die Analyse zeigt, dass die Malware über Telnet-Anmeldeinformationen durch Brute-Force-Angriffe in Netzwerke eindringt und ihre Persistenz durch aktualisierte Firmware und modifizierte Systemscripts aufrechterhält. Es wurden keine spezifischen Infektionszahlen oder Opfer identifiziert, aber der Bericht fordert die sofortige Entfernung von internetzugänglichen Telnet-Diensten und den Austausch von Standardanmeldeinformationen, um die Bedrohung zu mindern.